Weniger ist oft mehr
Garnelen wirken ständig hungrig, weil sie den ganzen Tag Oberflächen absuchen. Das bedeutet aber nicht, dass sie ständig zusätzliches Futter brauchen. In einem gut eingefahrenen Aquarium finden Garnelen Biofilm, Algenbeläge, Mikroorganismen und Pflanzenreste. Zusatzfutter ist wichtig, sollte aber gezielt und sparsam eingesetzt werden.
Wie oft sollte man Garnelen füttern?
In einem gut laufenden Garnelenbecken reicht es meistens, alle ein bis zwei Tage eine kleine Menge zu füttern. Bei sehr jungen Becken oder großen Gruppen kann regelmäßiger gefüttert werden. Wichtig ist: Futter sollte nach wenigen Stunden weitgehend gefressen sein.
Geeignetes Garnelenfutter
- Spezialfutter für Garnelen
- Staubfutter für Jungtiere
- Laub, zum Beispiel Seemandelbaumblatt oder Walnusslaub
- Gemüse in kleinen Mengen, zum Beispiel blanchierte Zucchini
- Proteinfutter sparsam, besonders bei Wachstum und Häutung
Laub als Dauerfutter
Laub ist im Garnelenbecken besonders wertvoll. Es dient nicht nur als Futterquelle, sondern fördert auch Biofilm und bietet kleinen Garnelen Schutz. Ein trockenes Laubblatt darf ruhig länger im Aquarium bleiben, solange es nicht gammelt.
Futterreste vermeiden
Zu viel Futter belastet das Wasser. Futterreste können gammeln, Bakterienblüten fördern und die Wasserqualität verschlechtern. Gerade in kleinen Nano-Aquarien kann das schnell problematisch werden. Deshalb lieber klein starten und beobachten, wie schnell die Garnelen das Futter annehmen.
Protein nicht übertreiben
Garnelen brauchen Eiweiß, aber zu viel proteinreiches Futter kann das Wasser belasten. Proteinfutter sollte eher ergänzend gegeben werden, nicht täglich als Hauptfutter.
Fazit
Garnelen richtig zu füttern bedeutet vor allem: abwechslungsreich, sparsam und mit Blick auf die Wasserqualität. Ein Mix aus Biofilm, Laub und hochwertigem Garnelenfutter ist für die meisten Becken ideal.